Stellungnahme zum Gesetz zur Stärkung der geschlechtlichen Selbstbestimmung

Am 16. Juni veröffentlichte die Bundestagsfraktion der FDP einen Entwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der geschlechtlichen Selbstbestimmung“. Dieser Entwurf wurde am 19. Juni 2020 im Bundestag beraten.

Unsere vollständige Stellungnahme finden Sie hier als PDF.

Den Gesetzesentwurf der FPD finden Sie hier.

Stellungnahme zum Selbstbestimmungsgesetz der Fraktion Bündnis90/Die Grünen

Am 03. Juni 2020 stellte die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ihren Gesetzesentwurf für ein „Selbstbestimmungsgesetz“ vor. Intersexuelle Menschen e.V. war auf der Online-Pressekonferenz durch Lucie Veith vertreten. Am 19. Juni 2020 wird der Entwurf im Bundestag beraten.

Unsere vollständige Stellungnahme finden Sie hier als PDF.

Weitere Informationen zum Gesetzesentwurf finden Sie auf der Seite von Sven Lehmann.

Der geplante Gesetzesentwurf ist hier zu finden.

Stellungnahme zum Referentenentwurf OP-Verbot

Die Stellungnahme von Intersexuelle Menschen e.V. zum Referentenentwurf über ein OP-Verbot ist hier verfügbar.

Stellungnahme zum Gesetz über einzutragende Angaben in das Geburtenregister

Intersexuelle Menschen e.V. positioniert sich

Intersexuelle Menschen e.V., Bundesverband nimmt Stellung zum Gesetz über einzutragende Angaben in das Geburtenregister.

Die Stellungnahme zum Download gibt es hier

Stellungnahme zum Gesetzesentwurf zur Änderung des PStG

Intersexuelle Menschen e.V. positioniert sich

Intersexuelle Menschen e.V., Bundesverband und Intersexuelle Menschen Landesverband Niedersachsen e.V. nimmt Stellung zum Gesetzesentwurf zur Änderung im PSTG.

Die Stellungnahme zum Download gibt es hier

Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Änderung des PStG

Intersexuelle Menschen e.V. positioniert sich

Intersexuelle Menschen e.V. hat mit einer Stellungnahme an das Bundesinnenministerium zum Referentenentwurf zur Änderung im PSTG Lücken im Entwurf identifiziert und nennt konkrete Verbesserungen

Die Stellungnahme zum Download gibt es hier

„Weiteres“ ist keine positive Benennung!

Intersexuelle Menschen e.V. legt weitere Auswertung vor

Die Mitgliederschaft von Intersexuelle Menschen e.V. und die Selbsthilfemitglieder wurden befragt: Ist der Begriff „weiteres“ eine positive Benennung für eine weitere Personenstandseintragung? 95,7% der Antwortenden sagen: eher nicht positiv! Die ganze Studie hier:

Auswertung WEITERES

Stellungnahme zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur dritten Option

Intersexuelle Menschen e.V. positioniert sich

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts haben Intersexuelle Menschen e.V. und der Elternrat unserer angeschlossenen Selbsthilfegruppen eine Stellungnahme veröffentlicht. Außerdem wurde eine Umfrage bei intersexuellen Menschen und deren Angehörigen zur dritten Option durchgeführt und das Meinungsbild liegt nun vor.

Die entsprechenden Dateien können hier heruntergeladen werden:

Stellungnahme Intersexuelle Menschen e.V.

Stellungnahme Elternrat Selbsthilfegruppen

Meinungsbild zur dritten Option

Infostand auf der didacta 2018 Hannover / Messestand Halle 12, Stand E109

Intersexuelle Menschen didaktisch gut (seit 2015)

Die meisten Menschen gehen selbstverständlich davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gibt, das weibliche und das männliche Geschlecht, und dass sich alle Menschen in dieses binäre System einordnen lassen. Für die Einordnung gibt es Kriterien, die in der Regel auf dem Aussehen der äußeren Geschlechtsorgane beruhen. Dass es auch Menschen gibt, die nicht in dieses System passen, da ihre Geschlechtsmerkmale weder typisch männlich noch typisch weiblich aussehen, ist trotz einer zunehmenden Aufklärung durch die Medien noch immer vielen Menschen unbekannt.

In der Medizin wird aktuell die Abkürzung DSD verwendet, das für „Disorder of Sexual Development“ steht und mit „Störungen der Geschlechtsentwicklung“ übersetzt wurde. Die Erkenntnis, dass es eine Vielzahl geschlechtlicher Daseinsformen gibt, führt dazu, dass heute die Abkürzung DSD auch von Medizinern als „Differences of Sexual Development“ gesehen und mit „Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung“ übersetzt wird.

In der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates vom 23.02.2013 heißt es unter anderem:

„Einig sind sich alle Experten darin, dass neben der Dominanz des medizinischen Diskurses der gesellschaftliche Umgang mit Intersexualität vor allem durch Nichtthematisierung gekennzeichnet ist.“
[…]
„Zur Förderung des Respekts und der Unterstützung Intersexueller in der Gesellschaft ist eine breite Wissensvermittlung erforderlich.“

Um diese Wissenvermittlung zu unterstützen, bietet unser Verein Broschüren, persönliche Schulungen und Lehrmittelunterstützung für Hebammen, Lehrpersonal, Psychologen und beratende Institutionen.

An unserem Büchertisch mit eigenen und externen Publikationen, verschiedenen Broschüren, einem Spiel, einem Film und einer Unterrichtseinheit können Sie sich genauer über unser Thema informieren und mit intersexuellen Menschen und Eltern von intersexuellen Menschen ins Gespräch kommen.

Die Programminfos für die Messe lassen sich als PDF herunterladen:

Programminfo KITA

Programminfo Schule / Hochschule

Forschungsbericht UNI Bremen

Intersexuelle Menschen in der Gesellschaft

Im Rahmen eines Forschungsprojektes im Modul Sozialpsychologie des Studiengangs Psychologie (B.Sc.) wurde im Jahr 2017 an der Universität Bremen eine qualitative Studie zum Thema Intersexualität durchgeführt und durch Dr. Michael Schottmayer betreut. Unsere Forschungsgruppe, bestehend aus sechs Studierenden, führte hierfür drei Interviews mit intersexuellen Personen durch und setzte diese in einen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Kontext. Unser Ziel war, ein möglichst ganzheitliches Bild der Situation von Inter*Personen und ihrem Leben in unserer Gesellschaft darzustellen, um Missstände aufzudecken und Perspektiven aufzuzeigen. Denn bereits bei der Literaturrecherche stellte sich heraus, dass vorangegangene Studien das Thema „Intersexualität“ eher einseitig betrachten und somit deren Komplexität und Auswirkungen auf das ganze Leben, auch in gesellschaftlicher Hinsicht, nur unzureichend abbilden.

In den Interviews wurden viele Problemherde, aber auch Chancen, deutlich. Es wurde von Ablehnung und Akzeptanz, Ignoranz und Interesse der Gesellschaft und verschiedenen Einstellung zur eigenen Geschlechtsidentität und Geschlecht im Allgemeinen gesprochen. Außerdem sprachen unsere Interviewpartner für Außenstehende nicht sofort ersichtliche Themen an, wie das erhöhte gesundheitliche Risko von Inter*Personen und deren rechtliche Lage in Deutschland.

Die Interviewten äußerten sich zu den verschiedenen Themenbereichen zum Teil konträr, aber alle drei betonten wiederholt die Notwendigkeit einer besseren Aufklärung: zum einen solle das Thema Intersexualität mehr in den Fokus der Gesellschaft rücken, zum anderen sei es auch unerlässlich, dass das Rechts- und das Gesundheitssystem intersexuellen Personen vermehrt, um hierdurch deren gesellschaftliche Stellung zu verbessern und eine optimierte medizinische und psychologische Behandlung und Betreuung zu ermöglichen.

Eine inhaltliche Zusammenfassung unseres Forschungsberichts finden Sie im Folgenden.

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